Nach „Secret Wars“: 5 Vorhersagen für das neue Marvel-Universum

Ich bin einfach kein Event-Typ. Secret Wars #1 musste ich trotzdem kaufen. Marvel arbeitet seit Jahren darauf hin, und der ersten Ausgabe nach zu urteilen wird hier tatsächlich scharf geschossen.

Vor den Augen der Leserschaft entsteht ein ganz neues, verändertes Marvel-Universum. Noch kann niemand mit Sicherheit sagen wie das aussehen wird, aber bevor diese Woche Secret Wars #2 erscheint, möchte ich fünf meiner Vermutungen mit Euch teilen:

Ultimate Nick Fury wird  der  Nick Fury

Marvels Kino-Universum hat die glatzköpfige, dunkelhäutige Version von Nick Fury zum Star gemacht, und es wird Zeit, dass die Comics nachziehen.

Sie haben das  zwar schon einmal versucht und sind mit dem hastig konstruierten „Nick Fury, Jr.“ baden gegangen, aber eine bessere Gelegenheit als die alles schütternden Secret Wars könnte es wohl kaum geben. Es wird Zeit für Nägel mit Köpfen!

Alternative Realitäten werden weiterhin existieren.

Obwohl Secret Wars diverse Epochen und Realitäten auf dem Patchwork-Planeten Battleworld verschmelzen wird, gehe ich jede Wette ein, dass es auch im neuen Marvel-Universum  alternative Welten geben wird.

Marvel hat ganz bestimmt keine Spider-Gwen-Serie gestartet, um sie ein halbes Jahr später schon wieder einzustampfen – und eine jugendliche Gwen Stacy mit Spinnenkräften kann ich mir beim besten Willen nicht in der selben Welt vorstellen wie „unseren“ Spidey.

Spider-Gwen funktioniert am besten in ihrer ganz eigenen Welt, umgeben von ihren ganz eigenen Freunden und Feinden, und ich glaube nicht, dass Marvel ihr die nehmen wird.

Die  All-New, All-Different Avengers  werden uns auf absehbare Zeit erhalten bleiben.

Noch wissen wir so gut wie nichts über das Marvel-Universum nach Secret Wars. Allerdings kennen aber bereits Titel und Kader der neuen Avengers-Serie.

Marvel scheint es sehr ernst zu meinen mit diesen „ganz neuen, ganz anderen“ Avengers. Hier kocht die Gerüchtelüche schon seit Monaten — wir haben einen weiblichen Thor, einen dunkelhäutigen Captain America und, wenn wir dem Sneak Peak vom Free Comic Book Day glauben schenken, auch einen neuen Iron Man (oder vielleicht eine „Iron Maiden“?). Wenn Marvel derart einschneidende Veränderungen vor einem Event wie Secret Wars vornimmt, muss das Vertrauen in die die Tragfähigkeit eben dieser Veränderungen wirklich enorm sein.

Tatsächlich hat die Diversität im Marvel-Universum in den letzten Jahren merklich zugenommen, was dieser Avengers-Kader noch einmal dick unterstreicht. Marvel wagt einen mutigen Schritt, der durch Jahre der Planung und Erzählkunst über verschiedene Serien hinweg vorbereitet wurde. Ein Rückzieher ist kaum mehr vorstellbar.

Die  X-Men werden einen Neustart erleben.

Zunächst mal wäre ich mehr als baff, wenn Professor X und Wolverine nach Secret Wars nicht wieder unter den Lebenden weilen würden. Beide sind feste Größen im X-Men-Franchise inzwischen länger fort als irgendjemand es sich hätte träumen lassen. Ein Event wie Secret Wars wäre doch ein mehr als passender Schauplatz für die ein oder andere Auferstehung.

Außerdem wäre nicht überrascht, wenn nach den Secret Wars die jungen X-Men aus der Vergangenheit den Platz ihrer älteren Gegenstücke einnehmen würden. Die X-Men der Gegenwart liegen nun schon seit Jahren im Clinch, und obwohl man Marvel zu diesem erzählerischen Schritt nur gratulieren kann, muss die langjährige Geschichte doch irgendwann auch ein Ende finden. Eine kosmische Intervention dürfte inzwischen so ziemlich die einzige Möglichkeit sein das zu bewerkstelligen, ohne dabei einige der geschichtsträchtigsten Figuren endgültig aus dem Verkehr zu ziehen.

Ich könnte mir vorstellen, dass wir das Ur-Team im Rahmen der Secret Wars noch ein letztes Mal als Gruppe erleben werden, vereint in einem verzweifelten Versuch eine zweite Chance zu erkämpfen für eine Welt, die sie hasst und fürchtet. Es wäre das größtmögliche Opfer und ein würdiges Finale für diese X-Men, die der Leserschaft seit den 60ern treue Dienste geleistet haben.

Reboots innerhalb der Handlung können durchaus funktionieren; denken wir nur an J.J. Abrams‘ Star Trek oder auch die Filmadaption von X-Men: Days of Future Past. Ein Neustart würde den Mutanten bestimmt gut tun (und mir endlich eine Chance bieten in die X-Men Comics einzusteigen, ohne direktKopfschmerzen zu kriegen.)

Spider-Man wird wieder Ehemann sein… und Vater.

Mal ehrlich: Eine guten Grund, Spideys Ehe mit Mary Jane aufzuheben, gab es nie. Sie musste weg, weil ein redaktioneller Beschluss besagte, dass sie weg muss und weil irgendjemand sich in den Kopf gesetzt hatte, Spider-Man wieder zm jugendlichen Junggesellen zu machen.

Wenn aber eine Rückkehr der Ehe ganz und gar undenkbar wäre, würde Marvel uns Fans wohl kaum mit einem Secret Wars-Titel wie Renew Your Vows ärgern

Wie wir wissen, wird auch der ultimative Spider-Man Miles Morales nach dem Event Teil des regulären Marvel-Universums sein – und der ist im Gegensatz zu Peter ein waschechter Teenager mit allen Herausforderungen und Chancen, die das so mit sich bringt. Insofern könnte Miles Peters Rückfahrschein ins Erwachsenenleben sein.

Wer braucht schließlich zwei jugendliche Spider-Men?

Das sind also meine Ideen. Was glaubt ihr, wie das neue Marvel-Universum aussehen wird?

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